Reaktion

“Ich bin überzeugt, dass wir die beste Mannschaft Deutschlands sind und morgen eine Reaktion gegen Basel zeigen werden.”

Quelle: www.breitnigge.de

Diese Worte verlor der Sportdirektor Christian Nerlinger am Dienstag vor dem Baselspiel. Dieselbe Worthülse, welche er immer nach schlechten Bayernspielen brachte. Gut man konnte jetzt nicht direkt davon ausgehen, dass das Team ihn erhört und sich um 100% steigert. Nein viel sicherer war, das es verdammt enge werden sollte, an diesem Mittwochabend.

Was dann aber letztendlich für eine Reaktion folgte, ließ mich erschaudern. Zunächst die Reaktion auf dem Platz und dann zu guter Letzt die Reaktion nach dem Spiel an den Mikrofonen.
Die Bayern reisten hoch konzentriert nach Basel, die Spieler durften in der Zeit vor dem Spiel keine Interviews geben, sollten sich ganz auf die Partie fokussieren. Montag krachte es in München noch einmal heftig, als der Vorstand die Aufgabe des Trainers übernahm und zu einer Kabinenpredigt, die Mannschaft versammelte. Man könnte also denken, den Jungs war bewusst, worum es ging.
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Wie einst Barcelona

„In der ersten Halbzeit haben wir viel zu pomadig agiert. Da haben wir gedacht, dass wir mit unseren spielerischen Mitteln zum Erfolg kommen. Man muss einfach energisch dagegenhalten, man muss die Gangart mitgehen, das Tempo mit aufnehmen – das haben wir erst in der zweiten Halbzeit gemacht. …“

Quelle: www.fcbayern.de

Diese Worte fanden sich in der Spielanalyse des Bayerntrainers Jupp Heynckes, nach dem Spiel beim tabellenletztem SC Freiburg wieder. Gut das kann man erst mal so stehen und dann auf sich wirken lassen!
In der ersten Halbzeit zu pomadig gespielt. Pomadig steht neudeutsch für behäbig oder anmaßend. Also wirklich sehr treffend analysiert Herr Trainer. Die Bayern waren wieder einmal so anmaßend und dachten das man gegen Freiburg mit behäbigem Fußball zum Erfolg kommen würde. Dies hat wiedereinmal nicht geklappt.

Was mich ja besonders stört, ist die Art und Weise wie die Bayern in letzter Zeit auftreten, zum einen in den Interviews und zum anderen auf dem Platz. Da wird in den Interviews von Augenhöhe mit Barcelona gesprochen und auf dem Platz versucht das Ballbesitzspiel so umzusetzen, wie einst Barcelona. Da wird von einem Kader von internationalem Topniveau gesprochen und gleichzeitig mit Mühe und Not gegen deutsche Abstiegskandidaten gepunktet.
Der Anspruch und die Wirklichkeit, sie klaffen momentan ähnlich wie in der letzten Saison um Welten auseinander.
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Union gegen Dynamo

„Wo ist denn hier die Geschäftsstelle? Ich muss noch meinen Mitgliedsschal abholen!“

Mit dieser Frage beschäftigte Freiburg sich und den Programmheftverkäufer bei unserer Ankunft an der Alten Försterei. Ja ihr lest richtig, Freiburg hat auch eine Leidenschaft für Union Berlin. Neben der Mitgliedschaft ist er zudem noch Stadionaktienbesitzer bei Union und so kam es, dass wir Karten für das Spiel 1. FC Union Berlin gegen SG Dynamo Dresden, in der 2. Bundesliga bekamen.

Also hieß es mal wieder früh aufstehen, an einem Samstagmorgen. Nach dem Ausi, der dritte mitreisende, mich ne Viertelstunde früher von zu Hause abholte als geplant, kam ich echt ins Schwitzen und musste mir noch notdürftig ne Frühstücksverpflegung schmieren. Dann ging es auch schon Richtung Brehna, wo wir uns mit FreiburgundUnion trafen. Schnell noch an einem Friedhof das Auto abgeparkt und die dicken Winterschuhe angezogen und schon befanden wir uns mit FreiburgundUnion`s Wagen auf dem Weg nach Berlin.
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Leutzscher Teufelskreis

„Wenn ihr nicht fusioniert, gehe ich ab August zum Handball, zu DHFK!“

Diese Worte verlor ein Leutzscher Fußballfan letzte Woche Donnerstag, auf dem Fanabend der BSG Chemie. Dabei handelte es sich nicht um einen gewöhnlichen Fanabend, nein vielmehr könnte dieser als „Krisen“-Fanabend bezeichnet werden. Emotional, lautstark, manchmal unstrukturiert aber irgendwie typisch Chemie war er.

Aufgrund massivster Zeitprobleme komme ich erst jetzt dazu, meine Gedanken zur aktuellen Situation der BSG Chemie darzulegen. Irgendwie war in Leutzsch doch schneller alles wie immer, als mir persönlich lieb ist. Doch ist es wirklich alles wie immer?
In der Winterpause kam es, ich denke für viele Chemieanhänger, zu einer überraschenden Veränderung in der Vorstandsetage. Am 24.01.2012 gab der Verein plötzlich bekannt, dass Oliver Krause und Hans-Jörg Leitzke von ihren Ämtern im Vorstand, der BSG Chemie Leipzig, zurückgetreten sind.
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