Archiv für November 2011

Chemie gegen SGLL

„Und biste heiss??“

Mit dieser Frage nervte mich der Archivar gefühlte 600 mal in der Woche vor dem Spiel. Nunja heiss auf ein Spiel was keiner braucht war ich nun wirklich nicht.
Dennoch setzte zwei Nächte vor dem Spiel dann ein leicht nervöses Kribbeln ein, wie schon lange nicht mehr vor einem Spiel. Ein Kribbeln bestehend aus Vorfreude obgrund des fußballerischem Vergleich und bestehend aus Ungewissheit über den Verlauf des Tages.

So kam er dann herran der schicksalhafte Sonntag, im November 2011. Mit einem mulmigen Gefühl bewegte ich meinen Wagen vom Hof gen Leutzsch. Was würde wohl passieren? Wird heute der Leutzscher Fußball endgültig zu grabe getragen? Wird vielleicht garnix passieren und man hat sich um sonst einen Kopf gemacht? Dies waren die elementaren Fragen, welche mich auf dem Weg zum schönstem Ort der Welt plagten.
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Der Tiefpunkt

„Schlimmer kann es jetzt aber wirklich nicht kommen!“

Eine Floskel die sich in meinem Freundeskreis in den letzten Jahren immer sehr hartnäckig, auf den Leutzscher Fußball bezogen, hielt. „Schlimmer kann es jetzt aber wirklich nicht mehr kommen!“ hörte ich nach dem Abstieg aus der Regionalliga, nach mehreren verpassten Aufstiegen aus der Oberliga, nach der Spaltung in zwei Vereine, und nach der Insolvenz des FC Sachsen, und es kam immer schlimmer und schlimmer.
Der neuerliche Tiefpunkt stellt sich dann wohl am morgigen Sonntag dar, von einem absolutem Tiefpunkt will ich schon garnicht mehr sprechen, man weiß ja nie was der Leutzscher Fußball noch so zu bieten hat.

Am morgigen Sonntag findet also das Spiel der BSG Chemie Leipzig gegen die SG Leipzig Leutzsch, im Leutzscher Alfred-Kunze-Sportpark statt. Der Tabellenvierte SGLL gegen den Tabellensiebten BSG Chemie. Sportlich sollte es nach den letzten Leistungen einen klaren Sieger geben, der wohl leider nicht BSG Chemie heißen wird.
Und dennoch ist es ein Spiel, wie kein anderes. Für mich ist es ein Spiel das keiner braucht.
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Pyrotechnik

„Pyrotechnik ist doch kein Verbrechen!“

Lautet ein bekannter Slogan, der von nahezu allen deutschen Fanszenen getragen wird.
Besonders nach den „Vorfällen“ beim Spiel Borussia Dortmund gegen Dynamo Dresden, im DFB-Pokal, flammte die Debatte um Pyrotechnik und Gewalt beim Fußball erneut auf.

Eine interessante Wendung, während man noch vor 10 Jahren, oder auch heute bei Spielen in Südamerika, von fantastischer Stimmung und südländischer Atmosphäre sprach, wenn Bengalische Lichter im Stadion aufflackerten, spricht man heute von Ausschreitungen und kriminellen Elementen, sowie Subjekten die den Fußball zerstören.
Doch ist es wirklich so? Ist Pyrotechnik gleich Gewalt? Ist die Gewalt heutzutage in neue Dimensionen vorgestoßen?
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