„Neee, du hast doch ne Meise!!! Nee man, so ä Scheiß! Ja okay, gut ich bin dabei bis Morgen!“
So in etwa klang es, als der Archivar überzeugt wurde. Chemie spielte mal wieder am Sonntag, die Freundin weilte in Erfurt, der Tag also fast schon gebraucht, als die Idee des Hoppens in mir Aufstieg. Und so kontaktierte ich mal wieder den Archivar und fragte ihn ob er Lust hätte zu hoppen.
Der war natürlich sofort Feuer und Flamme und so spielten wir ein Spiel. Ich schlug ihm Spiele vor und er sollte ja oder Nein sagen. Ganz hoch im Kurs stand dann Frankfurt gegen Aue. Wir einigten uns fast schon drauf. Aber zu zweit, bis 13 Uhr die 400 km bis Frankfurt, war uns dann doch etwas zu krass. Und so bedurfte es einiger Überredungskunst meinerseits, den Archivar zum Mitkommen zu bewegen. SV Motor Altenburg gegen SV Borsch, war meine Idee. Beide Teams spielten in der Skatbankarena gegeneinander, und ich überzeugte den Archivar letztendlich mit dem Argument, dass er sich statt Skat ein Commerz denken sollte.
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„Wo ist denn hier die Geschäftsstelle? Ich muss noch meinen Mitgliedsschal abholen!“
Mit dieser Frage beschäftigte Freiburg sich und den Programmheftverkäufer bei unserer Ankunft an der Alten Försterei. Ja ihr lest richtig, Freiburg hat auch eine Leidenschaft für Union Berlin. Neben der Mitgliedschaft ist er zudem noch Stadionaktienbesitzer bei Union und so kam es, dass wir Karten für das Spiel 1. FC Union Berlin gegen SG Dynamo Dresden, in der 2. Bundesliga bekamen.
Also hieß es mal wieder früh aufstehen, an einem Samstagmorgen. Nach dem Ausi, der dritte mitreisende, mich ne Viertelstunde früher von zu Hause abholte als geplant, kam ich echt ins Schwitzen und musste mir noch notdürftig ne Frühstücksverpflegung schmieren. Dann ging es auch schon Richtung Brehna, wo wir uns mit FreiburgundUnion trafen. Schnell noch an einem Friedhof das Auto abgeparkt und die dicken Winterschuhe angezogen und schon befanden wir uns mit FreiburgundUnion`s Wagen auf dem Weg nach Berlin.
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„Ahu Ahu Abdellaoue, Ahu Ahu Abdellaoue, Ahu Ahu Abdellaoue …“
Sang der Gästeblock nach dem Führungstor der Hannoveraner immer und immer wieder. Das zweite Spiel der kleinen Tour lautete Hertha BSC Berlin gegen Hannover 96. Nachdem wir also am Vorabend in Berlin angekommen waren und bei unserem Kumpel gepennt hatte, wachten wir gegen 10 Uhr auf.
Ich war wohl der Erste, der so richtig Wach wurde, und scherte mich erst mal unter die Dusche. Da stehe ich also in der Dusche, einer Badewanne, und mache das Wasser an und merke sofort, wie das Wasser meine Füße unterspült. Im nächsten Moment rutsche ich zur Seite und fliege spektakulär in die Wanne. Ziemlich cooler und schmerzhafter Stunt hätte ich mich selbst beobachten können, hätte ich mich sicherlich ausgelacht. So blieb aber nur der Schmerz und der Spott der anderen. Naja gestern ging es ja auch gut los.
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„Wollen wir wirklich mit dem Auto fahren?“
Dieser Frage setzte mich der Hannoveraner am Freitagmorgen via Telefon aus! „Ja natürlich werden wir mit dem Auto fahren, wie wollen wir denn sonst die Tour bewältigen?“, war meine Antwort.
Der Hannoveraner dieser verrückte Typ schlug vor an diesem Wochenende die Partien Dynamo Dresden gegen Greuther Fürth und Hertha BSC gegen Hannover 96 zu hoppen. Ich sagte sofort zu, dass es just an diesem Wochenende zu einer sibirischen Kälte kommen sollte, konnte keiner von uns Ahnen.
Aber auch dem Wetter zu trotz, machten wir uns auf die Reise.
Für mich begann die Anfahrt nach Dresden schon mal denkbar beschissen. Nachdem ich noch schnell bei meinen Eltern etwas zu Mittag gegessen hatte, fuhr ich nach Taucha um den Dritten im Bunde, den Werderaner, abzuholen. Keinen Kilometer vom Elternhaus entfernt, gab es für mich erst mal ein schönes Erinnerungsfoto seitens des Staates. Fuck, geht ja gut los.
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